Eine erfrischende Brise mit musikalischer Leichtigkeit


In der heutigen Zeit verbinden viele Menschen, wenn sie an Musik denken, dies mit Städten wie Hamburg, Berlin, München oder Köln. Jene Großstädte, die schon einige Bands und Singer Songwriter hervorgebracht haben und über eine wachsende Musikszene verfügen. Doch wieso muss  gute Musik aus diesen Städten kommen? Viel mehr sollte der Musikliebhaber auch  den Blick etwas schweifen lassen und über den Rand des Tellers hinaus schauen. Dann ist erkennbar, das von Orten, die man nicht wirklich auf dem Schirm hat, ebenfalls gute Musik kommt. So ist es bei der Insel Föhr, eine junge Singer-/Songwriterin, die mit ihrer Musik Deutschland erobern will und dies im Alleingang ohne ein großes Label im Hintergrund.  Norma setzt auf gefühlvolle und griffige Melodien  und Texten die in denen man sich wiederfindet. Dies bekommt sie anders als manch anderer, ohne viel Schnick Schnack hin.

Auf ihrem Album „Rückenwind“ welches Ende Oktober erscheint, wird der Hörer 13 Tracks finden die eine schöne Mischung aus Deutsch, Platt und dem Föhrer Friesich sind. Die letzte Sprache ist ein besonderer Dialekt, der auf der Insel in der Nordsee zu Hause ist und ganz besonders zeigt, wie verbunden die Musikerin eben mit jener ist.


50.000km

bereitet von dem ersten Ton an gute Laune und lässt einen mit dem Fuß mitwippen. Nicht zu letzt ist dies eine Reaktion auf die Countryeinflüsse die im Song mitschwingen . Er handelt davon, dass jeder Mensch alles erreichen kann, auch wenn der Weg zum Ziel manchmal sehr lange ist. Wenn dazu eben noch jemand einem zur Seite steht, der einem die Hand reicht, geht alles leichter. Ein perfekter erster Song für das Album Album


Rückenwind 

Ist der Song, der dem Album auch seinen Namen geben hat. Schnell ist bei dem spürbar, wie wichtig es ist, jemanden zu haben der einen bestärkt bei dem was man macht, der einen nimmt wie man ist und der wie ein Fels in der Brandung agiert, wenn mal alles aus dem Ruder läuft. So wie auch der Wind einen stützt, wenn er am Meer einen in den Rücken bläst.


Jakobswai 

Dieser Song ist einer der drei Songs in der Sprache, die auf der Insel gesprochen wird. 

Er beginnt mit leichtem Meeresrauschen und dem Ruf der Möwen und  wird getragen von romantischen und ruhig gehaltenen Gitarren Melodien und dem melodischen Klang des Gesangs. Jeder der einmal ein Stück auf dem Jakobsweg gewandert ist, weiß wie gut es tut sich auf sich selbst zu besinnen und  an dem zu erfreuen, was  die Natur  einem schenkt. Und das im Grunde genau dafür keinen Jakobsweg gebraucht wird, das jeder einfach nur raus in die Natur gehen muss um diesen Weg zu finden.


Renn nich Wech

auf Plattdeutsch gesungen beschreibt dieser Song, das nach Grau  irgend wann auch Himmelblau folgt. Das es wichtig ist in der heutigen Zeit auch einmal inne zu halten und zu warten. Denn das Glück zeigt sich sehr oft  in seiner Schönheit nur dem, der nicht einfach weiter rennt. 

So wie es eben bei vielem ist im Leben.


OH Mama

Ist ein großes Dankeschön an das Kind sein und im Grunde an alle Mütter dieser Welt. Es ist gut sich an all das was die Kindheit ausmachte zu erinnern. Auch als Erwachsener sollte man sich diese Phantasie, das Schöne aus der Kindheit behalten. Die Familie ist sehr viel wert, allen voran eben wie der Songtitel schon sagt, die Mutter. Norma hat dies mehr als perfekt  beschrieben und wird sicher vielen Müttern die den Song hören ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.


Üüs Tidj

Der zweite Song auf Föhrer Friesisch reiht sich in die Songs des Albums ,wie Jakobswai,perfekt mit seiner besonderen Atmosphäre ein. Er spiegelt wieder dass es wichtig ist jeden Menschen so zu nehmen wie er ist, dass es für Jeden eine passende Zeit gibt, wo eben alles perfekt wird. 


Uns Norden

mit leichten Country Gitarren Riff begleitet von leichten Klavierklängen wird Uns Norden, zu einer plattdeutschen Hymne an das Bundesland hoch oben im Norden. Mit all seinen Eigenheiten und seiner Schönheit. 


Unser Band

Überzeugt von Beginn an, mit einem tiefgründigen Text, der sich um das Gefühl des Vermissen dreht. Er beschreibt zu dem, das  ein unsichtbares Band zwei Menschen doch immer irgendwie verbindet,  auch wenn eben die Wege sich trennen. Bis zum letzten Ton zeigt er sich melancholisch und verletzend offen und trifft damit voll ins Schwarze.


Teil von Mir

Dieser Song ist einer der Songs, der einem sofort aus der Seele spricht. Er geht direkt unter die Haut und schenkt einem das Gefühl, Norma würde von einem selber singen.  Der Song wird von der Gitarre, den leichten Grooves der Drums, sowie von einer Trompete gekonnt untermalt. 


Gul Ruad Blä

Der dritte Song in Normas Heimatdialekt. Jeder der die Insel kennt, wird sich wieder sofort  mit der Insel verbunden fühlen und das, egal ob der Dialekt verstanden wird oder nicht. Ganz alleine das Zuhören lässt die Gedanken schweifen und sich an die raue Nordsee und den Strand wünschen.


Für immer ist Egal 

Ist für alle jene, die genau den Menschen gefunden haben, den man an seiner Seite haben möchte. Er handelt von der Liebe, die Ihren eigenen Weg sich ebnet, die kommt und geht, dass es eben alles genau so gut ist, wie es  ist. Norma nutzt in diesem Song auch einen Moment um den Hörer zu überraschen, genau dann wenn der ruhige Song plötzlich gegen Ende in einen erfrischenden Part kurz übergeht um dann leicht und ruhig wieder zu verklingen.


Wir sind Hier

Bejaht das Leben und zeigt einem, wie wichtig es ist einfach den Mut haben, jeden Moment so zu genießen, mit all den Menschen, die einen Platz in diesem gefunden haben. 


Abgerundet wird das Album zum Schluss von


50.000 km akustisch.


Hier wird der Song rein durch die Stimme von Norma getragen. Jede Emotion, die sie in den Song und jeden der anderen 12 Tracks gesteckt hat, ist deutlich spürbar.  

Für alle die sich nun fragen, wie soll ich denn die Songs verstehen, die auf Fering sind die können beruhigt durchatmen zu jedem der Songs gibt es im Booklet die passende Übersetzung.


Wer sein Herz öffnet und etwas von der Weite,  der Schönheit, die der Norden zu bieten hat, spüren möchte und dabei erkennt dass das Leben für jeden von uns die schönsten Geschichten schreibt, für den ist „Rückenwind“ genau richtig.


amazon: http://https://www.amazon.de/Rückenwind-Norma/dp/B075YBMC87

saturn: http://http://www.saturn.de/de/product/_norma-rückenwind-deutschpop-cd-2351898.html

iTunes:  http://https://itunes.apple.com/de/album/ru-ckenwind/id1290792224






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General Relativity - Physik im musikalischen Gewand 
Mit seinem letzten Album „Lucid“ von 2011 zeigte der Wahl-Hamburger und studierte Diplomphysiker deutlich, welch begnadeter Jazzmusiker in ihm schlummert. Für das AlbumLucid" wurde Heiko Fischer mit dem Jazz Echo ausgezeichnet. Am 27.10.2017 erscheint das neue Album „General Relativity“ in den Läden. Mit „General Relativity“ wurde ein Werk geschaffen, das seines gleichen sucht.  
Durch eine besondere Tiefe und eine melodisch, poetische Klangwelt schafft es Fischer, eine Brücke zwischen der Physik und der Welt des Jazz zu schlagen. Er ergründet in jedem der 8 Stücke auf seine ganz spezielle Art und Weise, was beide Welten vereint und von einander trennt. Die einzelnen Stücke des Albums tragen, wie der Titel des Albums erahnen lässt, Namen, die entweder mit einer physikalischen Gegebenheit, oder mit einer dort zu findenden Teildisziplin zu tun haben. Warum genau diese Namen gewählt wurden, wird erstmal ein Geheimnis des Musikers bleiben.  

Das erste Stück 

Consequence zeigt durch das rhythmische Zusammenspiel von Klavier, Gitarre, Drums und Elektrobeats einen Weg auf, der neu ist und in seiner Konsequenz deutlich macht, wie gut es ist, aus dem alltäglichen Muster ab und an auszubrechen, um etwas neues zu erschaffen. Eine Gegebenheit die in beiden Welten wieder zu finden ist.  

Deflection spiegelt durch eine eher etwas abstraktere melodische Klangfolge das geistige Zerwürfnis wider, mit welchen sich nicht alleine Musiker, sondern ebenfalls die großen Wissenschaftler immer aufs neue auseinander setzen müssen. Jenen Kampf, zwischen Klarheit und Ablenkung, der jedes mal aufs neue zu kämpfen ist.  

Equations beginnt mit einer eher etwas schwermütig wirkenden Grundmelodie, verlässt diese immer wieder in leichte und verrückt klingende Passagen, die sich durch die gut gesetzten Klavierakkorde, gepaart mit den leichten Grooves der Drums, hervorheben und eine klare Gegenüberstellung zweier Komponenten erschaffen. Hier führt Fischer den Beweis an, dass sich irgendwie immer alles vergleichen lässt. Die Physik, wie die Musik, gehen erklärende, wie unergründliche Wege. Manche Kompositionen sind ebenso schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wie manch physikalische Gleichung.  

YDKWLI erscheint mit einem guten Sound und ästhetischen Klängen, die bekannt sind aus dem Bereich der Indie-/Elektrokoproduktion. Mit einer guten Untermalung des gesungenen Textes, der durch seine etwas verwaschene, mit einem Vocoder veränderte Stimmfarbe dem Song zusätzlich etwas Magisches verleiht.  

Geometry führt einen auf gradlinigen Klangwegen, mit gut gewählten Klaviersätzen und Gitarrenriffs, an den Erkenntnispunkt, dass in der Musik, wie in der Physik, immer wieder nach gleichen Schemata gehandelt wird, die sehr selten aufgebrochen werden, um neue experimentelle Wege zu beschreiten und das Nicht-Erklärbare irgendwie zu ergründen und zu erklären.  

History führt den Hörer durch seine unter die Haut gehenden Rhythmen vor den inneren Augen auf eine Reise durch die musikalische wie physikalische Geschichte. Hier kommt die Frage auf, wie viel Physiker steckt wohl in einem Musiker und wie viel Musiker in einem Physiker. Beide Seiten haben mit etwas zu tun was für viele Menschen nicht begreifbar ist.  

Horizons bricht durch den Einfluss eines deutlich hörbaren Synthezisers und Beats, die eher in modernen Produktionen wieder zu finden sind. Hier wird der gängige Gedanke, welchen die meisten zum Thema Jazz haben, durchbrochen und neu gestaltet. Fischer zeigt hier: der Jazz von heute hat nichts mehr mit dem generalisierten Bild von damals zu tun.  

Mit dem letzten Song des Albums Singularities zeigt der Jazz Musiker zu guter Letzt wie einzigartig im Grunde die von ihm beide ergründeten Welten sind.  

Alles in allem sind die Songs für sich alleine und im Gesamtwerk einzigartig und untereinander stimmig zu gleich. Von Anfang an ist ein deutlicher melodischer Leitfaden, der sich durch jeden Song webt, zu erkennen. Heiko Fischer hat es geschafft, auf eine besondere und moderne Art zwei verschieden Genres gegenüber zu stellen und zu verbinden. Jede Welt bleibt für sich authentisch und fassbar. Er gibt jedem Stück Raum sich immer wieder neu zu definieren, zu kreieren. Nicht zuletzt wird diese eigene Dynamik immer wieder durch die ihn begleitende Band neu belebt und mit neuen Facetten untermalt.  

„General Relativity“ ist ein hörenswertes Werk, welches jedem Jazzliebhaber und denen, die es werden möchten, ans Herz zu legen ist.

saturn:  http://http://www.saturn.de/de/product/_heiko-fischer-general-relativity-jazz-blues-cd-2326271.html

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